Next Stop: Vienna

30. November 2007

Vor ziemlich genau einer Woche war ich erneut in Wien. Diesmal über vier Tage — meine Familie war zu Besuch. Im Gegensatz zum letzten Mal stand das kulturelle Interesse an der Stadt Wien im Vordergrund. Dummerweise sind wir am ersten Abend (Donnerstag, 22.11) doch gleich wieder beim Schnitzelwirt gelandet und haben fünf mal Schnitzel geordert. Man kommt wohl einfach nicht drum herum. Positives Fazit: Schnitzel ist empfehlenswerter als Cordon bleu beim Schnitzelwirt, heißt ja auch nicht Cordon-bleu-Wirt der Laden…

Am nächsten Morgen machten wir uns dann spontan auf den Weg nach Bratislava, knappe 80 km östlich von Wien. Dort sind wir ein wenig durch die Altstadt gelaufen. Schön mal sagen zu können, ich war in Bratislava, aber umgeworfen hat es mich jetzt nicht. Der Abend war dafür ne Wucht! Kumpel Dennis war zu Besuch in Wien bei einem Freund. Kurzer Hand begab ich mich in den Osten der Stadt, wo wir dann im Chelsea bei echt nordischem Beck’s schön abgefeiert haben.

BratislavaBratislavaBratislavaBratislavaBratislavaBratislavaBratislavaBratislavaBratislavaBratislavaBratislava

Der nächste Morgen begann etwas unentspannt, da ich nur knapp unter vier Stunden Schlaf bekam. Kaum aufgestanden gab es wieder etwas zu feiern, diesmal zum Glück auf eine andere Art und Weise als ein paar Stunden vorher, nämlich mit Sekt anstatt Beck’s und Bacardi und ohne Tanz anstatt mit — meine Mutter hatte Geburtstag. Damit wir auch etwas davon haben, schenkten meine Schwester, ihr Freund und ich ein Abendessen im angesagten Restaurant DO & CO am Stephansplatz. Dort gibt es Fischspezialitäten, Asiatische Küche, Japanische Küche und auch Österreichische Küche. Das Essen war sehr empfehlenswert.

Nach dem Frühstück sind wir zum Naschmarkt gefahren. Für kleine Köche und Gourmets ein absolutes Traumland. Man kann so ziemlich alles an Obst und Gemüse kaufen, was hierzulande in den Restaurant-Küchen angeboten wird. Neben Avocados, Kaktusfeigen und Rambutan über Lammkoteletts, einer Unmenge von frischen Gewürzen hin zu lebendem Meerestier wird einem, wenn man noch die große Palette an mediterranen Spezialitäten beachtet, enorm viel geboten.

NaschmarktNaschmarktNaschmarktNaschmarktNaschmarktNaschmarktNaschmarkt

Ich hätte mich natürlich den ganzen Tag über den Naschmarkt bewegen können, aber die Albertina kam mir da in die Quere. Leider ist Albertina keine süße, norditalienische Dame, sondern ein Palais in welchem zum größten Teil moderne Kunst ausgestellt wird.

Wohin müssen wir?AlbertinaBlick vom Balkon der Albertina

Wie oben erwähnt, ging der Tag mit dem hervorragenden Essen im DO & CO zu Ende. Am nächsten und für mich letzten Tag des Kurzurlaubs in Wien sind wir zum Schloss Schönbrunn gefahren. Bastian und ich haben es allerdings vorgezogen das naheligende Technische Museum zu besuchen, wobei das Schloss sicher auch einen Blick wert ist. Im Museum ist noch bis zum 2. März 2008 die Sonderausstellung Chromjuwelen zu besichtigen. Anschließend haben wir uns auf den Weg zum Prater gemacht.

Schloss SchönbrunnTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienTechnische Museum WienPrater

Am Prater angekommen, wurde uns bewusst, dass zu dieser Jahreszeit wohl kein Fahrgeschäft oder sonst irgendetwas die Pforten öffnen würde. Also wurde es Zeit etwas zu essen ;) Ich schlug das Gulaschmuseum im Herzen von Wien vor, ein uriges Restaurant, dafür aber mit guter Küche.

Rund um ein tolles Wochenende. Endlich habe ich mal etwas mehr von Wien gesehen, war das zweite Mal beim Schnitzelwirt, habe den zweiten grandiosen Club kennengelernt und mich natürlich gefreut meine Familie wieder zu sehen. Nun sitze ich wieder in Kapfenberg, dem Nabel der Welt :)

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Ausflug nach Graz

20. November 2007

Freitag war ich mit Dennis und einem Teil der anderen Erasmus-Studenten in Graz, circa 60km südlich von Kapfenberg gelegen. Mit von der Party war noch die Sybille, unsere Erasmus-Koordinatorin. In Graz angekommen, gabs erstmal einen kleinen Hot Dog für alle auf die Hand. Dann begann die zweistündige Stadtführung, die sich als ziemlich interessant entpuppte. Keine langweiligen Endlosphrasen über geschichtliche Hintergründe, sondern nur das spannendste wurde mitgeteilt. Besonders toll fand ich, dass die Menschen früher praktischer gedacht haben, als heute. Eindeutig an diesem Bild zu erkennen. Wenn man zu fett (Ausdruck für sehr betrunken hierzulande) heim kam und nicht mehr in der Lage war den Schlüssel richtig im Schloss zu platzieren, half die aufgesetzte Führung dabei. Stellt sich die Frage, wieso sich das nicht bis heute durchgesetzt hat!

Moderne Insel mit Café
Schlossberg mit Uhrturm

Alle Bilder sind bei Flickr zu finden.

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High Performer

10. November 2007

Nachdem ich während der zweistündigen Zugfahrt nach Wien schon angefangen hatte das Buch MySQL High Performance von Jeremy D. Zawodny und Derek J. Balling zu lesen, habe ich mir gestern ein Herz gefasst und das letzte Kapitel auch noch zu Ende gebracht. Hört sich nach Quälerei an, soll es aber nicht. Das Buch ist grob in vier Bereiche eingeteilt, welche direkt aus dem Untertitel Optimization, Backups, Replication & Load Balancing zu entnehmen sind. An Hand diesem kann man schon ersehen, dass sich dreiviertel des Inhaltes mit administrativen Dingen beschäftigen. Als Entwickler in einem Team kommt man im Normalfall nicht mit Lastverteilung, Datensicherung oder Replikation in Kontakt, betreibt man allerdings selbstständig ein Internetportal, wie Dennis und Sören mit wevent, kann dieses Buch einem die Augen öffnen.

Die Autoren schreiben in der zweiten Person, was das Lesen sehr angenehm macht. Anfangs wird auf technische Grundlagen wie die verschiedenen Storage Engines von MySql und Multiversion Concurrency Control eingegangen. Speziell die Kapitel Indexes und Query Performance sind sehr interessant. Anhand von praxisbezogenen Beispielen wird erläutert was man mit welchen Tabellentypen lieber nicht machen sollte, wie MySql die verschiedenen Indextypen handhabt und wie man die Ausgabe von EXPLAIN richtig interpretiert. Sicherlich finden sich diese Informationen auch im Handbuch, allerdings fehlen dort Beispiele, die in diesem Buch sehr gut gewählt sind.

Hat man das dann alles verstanden und ist sich sicher, dass einem der Datenbank-Administrator alles richtig einstellt, kann man das Buch zuklappen und ins Regal stellen. Dies wird keiner tun, weil man vermutlich die 39.95 US-$ bezahlt hat oder aber, weil einem jetzt klar wird, dass man auch als Entwickler wissen sollte, wie Lastverteilung und Replikation funktionieren, welche Probleme bei der Datensicherung auftreten können und vor allem, welche Server-Parameter bringen meiner Applikation garantiert mehr Performance.

Abschließend bietet das Buch noch einen Überblick zur Rechtevergabe an und erklärt im Anhang alle SHOW STATUS Ausgaben.

Unterm Strich ist das Buch empfehlenswert, da viele Bereiche detailliert erklärt und Lösungsmuster mitgeliefert werden. Die mir vorliegende Auflage von 2004 behandelt im Grunde noch die 4er Version von MySql, auf Probleme oder Änderungen in der 5er Version wird stets hingewiesen. Ich hoffe, die beiden Autoren bringen bald eine neue Auflage heraus, die dann gleich die kommende 6er Version beinhaltet ;)

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